Frugalismus – mit Familie?

Als Frugalismus bezeichnet man eine Bewegung, die den bewussten Konsum und den bewussten Verzicht feiert. Ziel ist es möglichst früh aus der Arbeitswelt auszusteigen und sein Leben komplett unabhängig führen zu können.

Das lateinische Wort „frugalis“ bedeutet so viel wie „genügsam“. Private Ausgaben werden hierbei auf ein absolutes Minimum reduziert, um einen möglichst hohen Betrag sparen bzw. investieren zu können. Investiert wird beispielsweise in Aktionportfolios.

Die 15 besten Union-Investment-Fonds

Frugalisten entscheiden sich ganz bewusst für oder gegen Konsum und investieren nur in Dinge, die sie brauchen oder guten Gewissens besitzen können. Minimalisten halten das ganz ähnlich. Die Grenzen zwischen Frugalismus und Minimalismus sind dabei fließend. Eine einheitliche Definition für ein finanziell unabhängiges oder weniger konsumorientiertes Leben existiert hier jedoch bei beiden Bewegungen nicht. Frugalisten und Minimalisten entwickeln gern eigene, individuelle Ziele und Vorstellungen.

Zum Thema Frugalismus habe ich tatsächlich einiges an Material und Erfahrungen gefunden. Oft sind es Studenten oder gut verdienende kinderlose Paare, die bewusst verzichten und sich ein dickes Polster ansparen möchten. Über Familien, die ebenfalls einen großen Teil des monatlich zur Verfügung stehenden Einkommens sparen, gibt es jedoch nur wenig zu finden. Hierfür kann es natürlich viele Gründe geben. Vielleicht denken viele, dass es kein (Ein-) Sparpotenzial bei Familien gibt, da man ja Kinder zu versorgen hat und den Kindern nichts versagen möchte.

Mir selbst ist aufgefallen, dass meine eigene Hausbank mir noch nie Möglichkeiten zum Investieren aufzeigt hat. Alle paar Monate bekomme ich eine Einladung zum Gespräch zur Überprüfung meiner derzeitigen finanziellen Situation. Meistens wird mir aufgezeigt, welche finanzielle Lücke im Alter voraussichtlich entstehen wird und welche teure Versicherung diese Lücke schließen kann. Noch nie ist mir etwas aufgezeigt worden, bei dem ich aktiv mitwirken kann oder bei dem ich selbst entscheiden kann, wie mein Geld angelegt wird. Ist es dann ein Wunder, dass viele sich nicht trauen ihr Geld zu investieren?

Bei einer guten Freundin von mir, gleiches Gehalt, ledig, keine Kinder, sieht das schon wieder ganz anders aus. Ihr Bankberater kam aktiv auf sie zu und ist mit ihr viele Investitionsmöglichkeiten durchgegangen. Sie besitzt mittlerweile eine Wohnung, die sie vermietet und investiert einen Teil ihres Geldes in ETF-Sparpläne.

Jetzt könnte man meinen, ich hätte halt die falsche Hausbank, aber wir sind beide bei derselben Bank. Wie soll ich also Hemmungen abbauen, wenn selbst diejenigen, die mein Geld verwalten, welche haben? Hier ist man also selbst gefragt. Vor wenigen Monaten habe ich also ein Depot eröffnet und einen monatlichen Sparplan eingerichtet. Der erste Schritt Richtung finanzieller Freiheit mit Familie. Hier möchte ich jedoch noch einen zweiten Sparplan anlegen. Zusätzlich möchte ich in diesem Jahr 10.000€ ansparen. Das macht eine Summe von 833,33€ monatlich.

Damit du unseren Weg besser nachvollziehen kannst, hier noch etwas zu unserer (finanziellen) Situation:

2 Erwachsene, 2 Kinder, ein Haus im Speckgürtel von Kiel (nicht abbezahlt), ein Auto (abbezahlt), keine Haustiere.

Nettoeinkommen (ohne Kindergeld): 4000 €

Fixkosten ( Haus Abtrag + Zinsen, Haus Nebenkosten (Steuern, Müll, Straßenreinigung, Niederschlagsgebühr etc), Auto Steuern, Versicherungen, Telefon + Internet, Heizung, Strom, Wasser/Abwasser = 2200 €

Tanken + Buskarte (Kinder) = 360 €

Bahntickets (Ehemann) = 80 €

Lebensmittel (bisher)/Drogerie = ca. 1000 €

Theoretisch bleibt hier ein Plus. Praktisch wird das Plus aber von diversen Spontankäufen fast gänzlich aufgefressen. Hier ein Buch, da mal Brush Pens für die Tochter, eine neue Hose für den Sohn und Schallplatten für den Ehemann. Essen gehen oder auch mal bestellen, nicht zu vergessen. Bisher haben wir das Geld, was reinkam, auch wieder ausgegeben. Ein kleines Polster für unvorhergesehene Dinge haben wir natürlich trotzdem. Jedoch keine allzu nennenswerten Rücklagen.

Bremer FDP fordert mehr Zuverdienst für Kinder aus Hartz-IV-Familien -  Nachrichten aus Bremen - WESER-KURIER

Ziel ist es in den nächsten Jahren kontinuierlich Vermögen aufzubauen und bewusster zu konsumieren. Ich würde mich freuen, wenn du uns auf diesem Weg begleitest.

Alles Liebe, Christiane

Ein Gedanke zu “Frugalismus – mit Familie?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s