Minimalismus- Erste Schritte

Warum Minimalismus? Er kann helfen, Schulden abzubauen, ein besser organisiertes Leben zu führen, Ziele zu erreichen und ein Leben in maximal denkbarer Zufriedenheit zu leben. Den Kopf frei bekommen, durchatmen und meine Zeit sinnvoller einsetzen zu können, erhoffe ich mir von dieser Lebensweise.

Es ist kaum zu glauben, wie viel Zeug wir über die Jahre angesammelt haben. Es heißt ja, dass jeder Mensch ungefähr 10.000 Dinge besitzt. Ich würde sagen, dass jedes Mitglied meiner Familie mindestens doppelt so viele Dinge besitzt.

Wir bewohnen ein Haus mit 5 Zimmern und knapp 150 qm. Als wir in unser Haus gezogen sind, hatten wir kaum genug Zeug, um die Schränke zu befüllen. Jetzt, fast 9 Jahre später, haben wir so viel, ich weiß kaum mehr wohin damit. Jedes Mal, wenn es wieder Zeit wird zu putzen, ärgere ich mich darüber, dass wir so viel Zeug haben und ich immer alles aus den Schränken aus- und wieder einräumen muss. Und die Dinge selber wollen ja auch entstaubt werden. Ich hasse es. Immer öfter habe ich in den letzten Monaten gedacht, dass wir unbedingt ausmisten müssen und zwar möglichst viel. Aber wo anfangen? Bei fast jedem Teil schreit doch irgendjemand: Nein! Das brauche ich.. UNBEDINGT!

Was wird also die größere Herausforderung sein? Das Ausmisten oder meine Familie davon zu überzeugen?

Ich hab also verstärkt auf Dinge geachtet, über die sich meine Familie ärgert. Mein Mann ärgerte sich zum Beispiel über den Küchenschrank, in dem die Gläser und Tassen stehen. Wir haben so viele Tassen, dass wir sie stapeln müssen und so Gefahr laufen, das sie beim Öffnen des Schrankes rausfallen.

Also habe ich direkt Tassen und Gläser aussortiert. Alte Werbegeschenke, Kindertassen- und gläser die längst nicht mehr genutzt wurden, weil jeder seine Lieblingstassen hat. Damit später keine Träne vergossen wird, habe ich alles, was uns verlassen sollte, auf den Tisch gestellt und jeder hatte die Möglichkeit, ein vermeintlich geliebtes Teil wieder rauszufischen. Ich gestehe, ich habe gedacht, die Kinder würden einiges wieder zurückwandern lassen. Aber es gab von keiner Seite Einwände.

Mehr als 50 Teile wurden aus nur einem Küchenschrank aussortiert. Mensch, war ich stolz und zufrieden. Nicht alles wurde weggeworfen, vieles wurde verschenkt und ein paar Tassen habe ich mit zur Arbeit genommen. Hier gehen immer mal Tassen kaputt oder „verschwinden“ auf geheimnisvolle Weise.

Der erste Schrank von vielen...
Ausmisten Januar

Als Challenge für die kommenden Monate sollen (mindestens) 100 Dinge pro Monat ausgemistet werden und es darf nichts Neues gekauft werden. Zusätzlich habe ich für die nächsten drei Monate ein Kaufverbot auferlegt. Ausgenommen hiervon sind Hygieneartikel und Lebensmittel. Überraschenderweise finden die Kinder das richtig gut und versuchen sich mit Sticheleien, wer den wohl länger durchhält, anzustacheln. Um auch im Januar auf 100 aussortierte Dinge zu kommen, hat jeder von uns noch etwas von sich aussortiert.

Zwischendurch werde ich dich hier auf dem Blog über Erfolge und Misserfolge unterrichten. Ich freue mich, wenn du dabei bist.

Alles Liebe,

Christiane

4 Gedanken zu “Minimalismus- Erste Schritte

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